Key Learnings:
▪ H2-basierte Systeme sind ergänzend oder sogar vollständig ökonomisch sinnvoll für die Wärmeerzeugung in einem Wärmenetz, in Abhängigkeit von den Strompreisspannen und -schwankungen.
▪ Quartierslösungen können durch H2-Blockheizkraftwerke (BHKWs) und damit einer gleichzeitigen Strom- und Wärmeproduktion doppelt profitieren und haben somit einen entscheidenden Vorteil zu Großwärmepumpen. Im Engpassfall einer lokalen, elektrischen Energieinfrastruktur gilt dies insbesondere.
▪ Wasserstoffverteilnetze sind die günstigste Option: Im Vergleich mit den notwendigen Neubau- und Verstärkungsmaßnahmen bei Fernwärme- und Strominfrastruktur ist der Aufbau eines H2-Verteilnetzes unter Einbeziehung bestehender Erdgasnetze mit Abstand die günstigste Option.
▪ Wasserstoff stellt eine ökonomisch sinnvolle Alternative für bestimmte Gebäudetypen, dar. Für gut gedämmte oder sanierte Gebäudetypen mit niedrigem Gesamtenergiebedarf ist eine Wärmepumpe die wirtschaftlich beste Lösung.

- Mögliche Einsatzmöglichkeiten sind H2-Spitzenlastkessel oder H2-BHKWs
- Der Vorteil der Technologien variiert mit Dauer der Preisschwankung beim Strompreis als auch der Preisspanne
- Bei langen Preisschwankungen ist der redundante Betrieb einer Großwärmepumpe mit einem H2-BHKW sinnvoll
- Bei hohen Strompreisschwankungen kann ein H2-Spitzenlastkessel in Kombination mit einer Wärmepumpe wirtschaftlich sein

- Sehr hohe spezifische Kosten für den Fernwärmeausbau, hohe kosten für den Stromnetzausbau
- Der flächendeckende Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur erfordert meist keinen Neubau
- Eine Umstellung der Erdgasnetze führt zu niedrigen spezifischen Kosten im Vergleich
- Zusätzlich zu den Umstellungskosten fallen noch die regulären Instandhaltungskosten der Gasnetze an

- Betrachtung eines unsanierten Einfamilienhauses der Baualtersklasse bis 1919
- Berücksichtigung von Investitionskosten, Wartungskosten und Energiekosten
- Keine Förderung berücksichtigt
- Die Therme wird mit 100 % Wasserstoff betrieben
Fazit: Für eine erfolgreiche Wärmewende braucht es technologieoffene Ansätze. Während Wärmepumpen vor allem in effizienten Gebäuden dominieren, ist Wasserstoff eine ökonomisch sinnvolle Alternative für Altbauten und Quartiere. Durch die Nutzung bestehender Gasnetze lassen sich kosteneffiziente H₂-Infrastrukturen aufbauen und die Transformation des Wärmemarkts beschleunigen.
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